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Verhütung
Schwangerschaftsverhütung ist heute auf so vielfältige
Weise möglich, dass die anhaltend hohe Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen
verwundern muss.
Das Kondom hat als Schutz vor Aids und anderen sexuell
übertragbaren Erkrankungen noch nicht ausgedient. Ansonsten hat es eine
Versagerquote von 3-5% pro Jahr und gehört damit nicht zu den sicheren
Verhütungsverfahren.
Am besten erprobt ist die Antibabypille, ein so
genannter Ovulationshemmer. Die erforderlichen Hormondosen sind in den
vergangenen 40 Jahren ständig gesenkt worden, sodass die Verträglichkeit
heute sehr gut ist.
Neuerdings kann man die Ovulationshemmung auch über die
Haut (Evra-Pflaster) oder die Scheidenschleimhaut (Nuva-Ring) durchführen.
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In den letzten Jahren ist vor allem die Langzeitgabe
der Ovulationshemmer sehr beliebt geworden, da damit die Regelblutung
unterdrückt werden kann. Für Migräne-Patientinnen bietet das auch die
Chance, die Migräneanfälle während der Regelblutung zu verhindern.
Bei den Spiralen hat wegen der Blutungsabschwächung
auch die Hormonspirale Mirena den Kupferspiralen den Rang abgelaufen. Bei der Mirena
findet mit sehr niedrigen Gestagendosen jedoch keine Ovulationshemmung
statt, sondern es wird nur der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindert.
Spiralen legen wir grundsätzlich nur ein, wenn wir
vorher durch eine Untersuchung des Scheidensekretes eine Entzündung am
Muttermund ausgeschlossen haben.
Bewährt hat sich die Einlage während der Regelblutung,
noch leichter für Frau und Arzt/ Ärztin geht es am 10. bis 14. Zyklustag vor
dem Eisprung. Man kann auch am Vorabend der Spiralenlegung
Prostaglandin-Tabletten geben und damit den Gebärmutterhalskanal erweitern.
Das Hormonstäbchen Implanon ist dagegen wieder hoch
dosiert und ein Ovulationshemmer. Dieses wird in örtlicher Betäubung unter
Haut des Oberarmes geschoben und muss nach 3 Jahren wieder durch einen
kleinen Hautschnitt entfernt werden. |
Kupferspirale
Kupferspiralen bestehen aus einem Kunststoffkörper und sind am Schaft mit Kupferdraht umwickelt.
Der Empfängnisschutz der Spirale besteht aus mehreren Faktoren.
Das Kupfer setzt die Beweglichkeit der Spermien
herab, dadurch kommt es in den meisten Fällen gar nicht zu einer Befruchtung der Eizelle.
Kommt es dennoch zur Befruchtung, wird das Einnisten der Eizelle beeinträchtigt.
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Diese Vorgänge bilden sich
nach der Entfernung der Spirale rasch zurück, so dass unmittelbar danach
eine Schwangerschaft wieder eintreten kann.
Die Sicherheit der kupferhaltigen Spirale ist gut. Bei 100 Frauen, die mit
einer solchen Spirale verhüten, treten innerhalb von einem Jahr 1-2
Schwangerschaften auf. 80% der ungewollten Schwangerschaften sind allerdings
Folgen einer nicht korrekt liegenden Spirale. Daher verbessert die
regelmäßige halbjährliche Kontrolluntersuchung die Sicherheit.
Nebenwirkungen: Nach
dem Einlegen kann es vorübergehend zu ziehenden Beschwerden im Unterbauch
kommen, die jedoch im Allgemeinen nach wenigen Stunden vergehen. Nur selten
kommt es zu einem Ausstoßen der Spirale. Die Spirale hat keinen Einfluss auf
den Zyklus ( das hormonelle Geschehen). Jedoch kann es zu einer leichten
Verlängerung und auch zu einer leichten Verstärkung der Regelblutung kommen.
Die Kupferspirale hat je nach Kupferanteil eine wirksame Liegezeit von 2-3
Jahren
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Hormonspirale
Die Hormonspirale besteht aus einem kleinen, Hormon- freisetzenden Zylinder,
der mit einem T-förmigen Kunststoffteil verbunden ist. Die Hormonspirale ist
eine der sichersten Methoden der Empfängnisverhütung. Umfangreiche Studien
haben gezeigt, dass von 1000 Frauen, die das IUS (InterUterinSpirale) für
ein Jahr angewandt haben, nur 2 schwanger wurden. Die Liegezeit beträgt 5
Jahre.
Nebenwirkungen: Nebeneffekte sind wiederholte Zwischenblutungen in
den ersten 3 Monaten, die sich jedoch immer wieder legen. Im weiteren
Verlauf sind die Monatsblutungen wesentlich kürzer, weniger schmerzhaft und
mit deutlich geringerem Blutverlust. 20% der Anwenderinnen werden im Verlauf
der Liegezeit vollständig blutungsfrei. |
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Hormonstäbchen
Das Hormonstäbchen ist ein 3 cm langer, schlanker Kunststoffkörper, der am
Oberarm mit einem sterilen Einwegaplikator unter die Haut implantiert wird.
Die darin enthaltenen Gelbkörperhormone werden gleichmäßig freigesetzt und
gewährleisten dadurch einen Empfängnisschutz für 3 Jahre. Die Sicherheit ist
sehr hoch. Bei 2000 kontrollierten Anwenderinnen ist es bisher zu keinem
Versager gekommen.
Nebenwirkungen sind in erster Linie, ähnlich wie bei der
Hormonspirale, anfängliche Zwischenblutungen. Danach werden die
Regelblutungen deutlich schwächer und schmerzärmer. Das Hormonstäbchen muss
nach 3 Jahren durch einen kleinen Eingriff wieder entfernt werden.
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