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Sterilität
Angefangen bei körperlichen Ursachen, wie angeborene
und erworbene Fehlbildungen (z.B. abgelaufene Entzündungen) gibt es neben
der Vielfalt der hormonellen Störungen auch noch die des psychischen
Verhaltens ( Konflikte und Ambivalenzen) und die der Allgemeinerkrankungen
wie Diabetes mellitus und Störung in der Blutgerinnung (Faktor-5-Mangel
u.a.).
Ursachen der weiblichen Sterilität
Die Anamnese beinhaltet Zyklusgeschehen,
Schwangerschaften, gynäkologische Krankheiten, Operationen und
Allgemeinerkrankungen. Dazu gehören auch Angaben über das Sexualverhalten
und die Beziehung am Ovulationstermin.
Eine gynäkologische Untersuchung mit Abstrich soll
einen krankhaften Befund der Zervix uteri (Gebärmutterhals) und der Portio
(Muttermund) ausschließen (Zervixfaktor). Neben anatomischen Veränderungen
an der Zervix wird die Spinnbarkeit des Zervixschleims (Farnkrauttest)
beurteilt.
Ausgeschlossen werden muss neben ovariellen
Funktionsstörungen auch die tubare Sterilitätsursache.
Hierfür wenden wir in der Tagesklinik die
Chromopertubation an, eine Durchgängigkeitsprüfung der Tuben mit
Methylenblau. Bei der Laparoskopie kann man den Eintritt der Blaulösung in
die Eileiter und den Austritt am Fimbrienende beobachten und so auch
zwischen uterusnahen und uterusfernen Tubenverschluss unterscheiden.
Zusätzlich bietet diese Methode auch die Möglichkeit, die Beweglichkeit der
Tuben, Verwachsungen und Endometrioseherde zu beurteilen. Darüber hinaus
können auch kleinere Eingriffe sofort durchgeführt werden (z.B.
Adhäsiolyse).
Zur Abklärung der Sterilität ist weiterhin auch der
Ausschluss uterusbedingter Störungen notwendig. Hierbei ist die
Hysteroskopie eine wesentlich Hilfe, weil auf diese Weise der Blick in die
Gebärmutterhöhle möglich wird. (Ausschluss von Myomen, Polypen und Uterus
septus)
Extragenitale Sterilitätsursachen sind vor allem
endokrinologische Erkrankungen, z.B. Erkrankungen der Hypophyse, der
Nebennierenrinde, der Schilddrüse oder ein Diabetes mellitus.
Sterilität beim Mann.
Am Anfang der Ursachenforschung für die Sterilität beim
Mann steht die Ejakulatuntersuchung. Diese wird nicht in unserer Praxis
durchgeführt. Der Patient wird gebeten, für die Spermienuntersuchungen einen
Urologen aufzusuchen.
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