Gemeinschaftspraxis und Tagesklinik

Solveig Jensen-Memming & Dr. Björn Brunke

Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe

  

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Sterilität
 
Angefangen bei körperlichen Ursachen, wie angeborene und erworbene Fehlbildungen (z.B. abgelaufene Entzündungen) gibt es neben der Vielfalt der hormonellen Störungen auch noch die des psychischen Verhaltens ( Konflikte und Ambivalenzen)  und die der Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus und Störung in der Blutgerinnung (Faktor-5-Mangel u.a.).
 
Ursachen der weiblichen Sterilität
Die Anamnese beinhaltet Zyklusgeschehen, Schwangerschaften, gynäkologische Krankheiten, Operationen und Allgemeinerkrankungen. Dazu gehören auch Angaben über das Sexualverhalten und die Beziehung am Ovulationstermin.
Eine gynäkologische Untersuchung mit Abstrich soll einen krankhaften Befund der Zervix uteri (Gebärmutterhals) und der Portio (Muttermund) ausschließen (Zervixfaktor). Neben anatomischen Veränderungen an der Zervix wird die Spinnbarkeit des Zervixschleims (Farnkrauttest) beurteilt.
Ausgeschlossen werden muss neben ovariellen Funktionsstörungen auch die tubare Sterilitätsursache.
Hierfür wenden wir in der Tagesklinik die Chromopertubation an, eine Durchgängigkeitsprüfung der Tuben mit Methylenblau. Bei der Laparoskopie kann man den Eintritt der Blaulösung in die Eileiter und den Austritt am Fimbrienende beobachten und so auch zwischen uterusnahen und uterusfernen Tubenverschluss unterscheiden. Zusätzlich bietet diese Methode auch die Möglichkeit, die Beweglichkeit der Tuben, Verwachsungen und Endometrioseherde zu beurteilen. Darüber hinaus können auch kleinere Eingriffe sofort durchgeführt werden (z.B. Adhäsiolyse).
Zur Abklärung der Sterilität ist weiterhin auch der Ausschluss uterusbedingter Störungen notwendig. Hierbei ist die Hysteroskopie eine wesentlich Hilfe, weil auf diese Weise der Blick in die Gebärmutterhöhle möglich wird. (Ausschluss von Myomen, Polypen und Uterus septus)
Extragenitale Sterilitätsursachen sind vor allem endokrinologische Erkrankungen, z.B. Erkrankungen der Hypophyse, der Nebennierenrinde, der Schilddrüse oder ein Diabetes mellitus.
 
Sterilität beim Mann.
Am Anfang der Ursachenforschung für die Sterilität beim Mann steht die Ejakulatuntersuchung. Diese wird nicht in unserer Praxis durchgeführt. Der Patient wird gebeten, für die Spermienuntersuchungen einen Urologen aufzusuchen.

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